+++ CHINA TAGEBUCH ONLINE +++
Ab heute ist ein kleines Tagebuch aus China online, welches der Onkel Johannes über die wilde Zeit in Asien geschrieben hat. Checkt auch die Galerie!
Introduction
Visa Alarm! Nach fünf unangekündigten Anrufen der chinesischen Botschaft auf dem Handy unseres Managers (keiner weiß woher die seine Nummer haben), können wir glaubwürdig machen, dass wir keine politischen Texte haben. Ein paar Formulare später steht fest, dass wir neben dem H.I.Virus auch sonst keine Krankheiten in uns tragen und wir können einreisen...es kann losgehen.
Mittwoch // 26.05.2010
Nach wirklich viel zu kurzer Nacht, steh ich in Hannover auf und reiß das Fenster auf um die frische Maschseeluft zu schnuppern. Ich hab gemischte Gefühle, da ein großartiger Feels Like Home (www.feelslikehome.org) Abend hinter mir liegt und ich erstmalig beim Hamburg Termin nicht da sein werde...Baby Melancholie! Nichts desto trotz treffe ich mich mit Kris beim Frühstück und bald darauf geht’s los zum Airport. DELAY! Wie üblich, unsere Maschine hängt in Frankfurt und wir warten...ungeil bei Übermüdung. Mit 1,5 Stunden Verspätung heben wir dann zum Glück doch noch ab und machen uns in FFM drei Stunden locker, bevor wir alle anderen am Gate treffen.
Im Langstreckenbomber finde ich natürlich kaum Schlaf und während Crew und Flo ihr Glück mit allerlei lustigen Drinks versuchen, schaue ich auf dem Mini-Flimmer-Monitor „The Blind Side“ und bin gerührt von der – zwar sehr amerikanischen – aber behutsam und schön gespielten Story.
Donnerstag // 27.05.2010
Angekommen in China erschlägt mich als erstes die fürchterliche Luft, ich bin zwar von L.A. aus dem letzten Jahr einiges gewohnt, aber ganz im Ernst, in Peking atmet man einfach nur schwarze Masse ein – Wahnsinn! Zu unserem Glück stinkt der Bus auch noch so unfassbar nach verbotenem PVC-Kunststoff-Gift, dass wir froh sind, irgendwann nach Fahrt durch graue Baumalleen und tristeste Wohnblöcke im Hotel zu sein. Jenes ist gar nicht mal so nett und gepaart mit meinem Jet Lag und meiner jetzt schon (gefühlt) in sich zusammen gefallenen Lunge, krieg ich die erste Krise! Die geht leider den ganzen Tag kaum weg, da es natürlich auch noch beschissen regnet, ich friere und mir ist schlecht durch schräges Essen in einem mäßig-geilen Restaurant...na läuft doch. Wir schauen uns ganz touri-mäßig die „Verbotene Stadt“ an, die zugegebenermaßen beeindruckend ist, doch mir kann heute nix mehr helfen, so dass ich gegen 19 Uhr ins Hotel fahre und um 21 Uhr fertig und genervt einschlafe. Ni Hao China!
Freitag // 28.05.2010
Natürlich schlaf ich nicht durch und mache um 3 Uhr einen unfreiwilligen Break, den ich erst mit ein paar Folgen „Frasier“ überbrücke und dann völlig frustriert durch meinen ersten China Tag und das Nichtanwesendsein bei Feels Like Home mit einem Gibson Vintage Akustikgitarrenkauf bei ebay kompensiere. Man muss aber sagen, dass es wirklich eine schöne Flinte ist und auch am nächsten Tag, bin ich froh über meinen kopflosen Einkauf, denn es ist ein Schnäppchen! Die Bezahlung übers Internet stellt sich jedoch als nicht so einfach raus hier in China, da doch mehr Seiten geblockt werden als gedacht, nicht nur Facebook und Youtube. Egal, ich krieg’s irgendwie über PayPal hin.
Trotz meiner nächtlichen Aktivitäten geht’s mir morgens ganz gut und ich hab gute Laune! Wir fahren mit unserem Gift-Bus an einen kleinen See, nahe der Hutongs, die wir ein bissl besichtigen und mit Rickschahs umhergefahren werden. Die Luft riecht frisch – zumindest bilde ich mir das ein und die Stimmung steigt bei der gesamten Truppe... Gegen Mittag ziehen wir durch die Straßen um den Drumtower, spielen ein paar Gitarren in den zahlreichen Musikläden an und machen uns dann auf den Weg in den 798 District, einer wahren Oase in dem smogigen Moloch!
Das 798 ist ein tierisch nettes Künstlerviertel, mit über 200 Galerien, alles entstanden in einer ehemaligen Militäreinrichtung, die in den 60ern mit Hilfe der DDR dort errichtet wurde! Wir laufen ein bisschen durch die tollen Hallen und Straßen und machen auf einem sehr netten Platz unseren Soundcheck im Nieselregen... dies könnte später ein Problem werden, da das Bühnendach ein Witz ist und sich unter der Regenlast immer mehr durchbiegt. Dazu liegen alle Steckdosen im Wasser und der Sicherungskasten sieht aus wie aus den 30er Jahren...es bleibt spannend.
Zum Glück kriegen unsere Jungs alles hin und der Regen gibt dem blauen Himmel irgendwann nach, so dass wir nach erfolgreicher Enthüllung eines spektakulären Kunstwerks, ein bisschen Musik machen – das erste Mal in China!
Man muss sagen, die Chinesen sind wirklich sehr höflich, es gibt stets braven Applaus und man ruft im Chor Phrasen à la: „Ihr seid super!“ oder „Wir lieben euch!“. Nice.
Nach der Hälfte der Show sind die Leute vor der Bühne, die sich aus Studenten und Firmenangestellten einiger deutscher Unternehmen zusammen setzen, fast schon westlich-euphorisch und es macht wirklich Spaß auf der kleinen Bühne. Als wir mit unserem Set durch sind, geben wir noch zahlreiche Autogramme und kehren nach Bier, Frikadellen und Currywurst (offizielles Catering vor Ort) müde ins Hotel zurück – nicht jedoch unsere Stehaufmännchen-Crew, die gehen richtig unter im Nachtleben von Peking...
Samstag // 29.05.2010
Viel zu früh raus, in neuem Bus (!) zum Flughafen und nach Übergepäckdiskussion in den Flieger nach Shanghai. Dort ist es wirklich krass! Uns erwartet eine bunte, cleane, ultramoderne Metropole, die aufgehübscht ist bis zum Mond!
Wir werfen – nach netter Fahrt durch nette Viertel – nur schnell die Sachen ab und fahren per hochmoderner Metro zum Shanghai World Financial Center, wo wir nach 60 Minuten Schlangestehen auf sage und schreibe fast 500 Meter (!) hochfahren und über Plexiglas laufen, die Erde als Zwerg unter uns... Geflashed machen wir unten auf der Straße noch Kitsch-Fotos im Sonnenuntergang und treffen uns dann beim Essen in großer Runde. Danach geht es in den Captains Club, einer Rooftopbar am Fluss im French Quarter, wo es große Bierhumpen gibt und wir die Skyline bewundern und per Langzeitbelichtung festhalten. Auf dem Rückweg laufe ich mit unserem Doku-Filmer/Fotografen Thomas noch ein bisschen am Fluss entlang, wir fotografieren die irre Architektur und versuchen so viel wie möglich der fast maritimen Seeluft in unsere ausgetrockneten Lungen zu atmen. Ich fühl mich gut und fremdel nicht mehr so wie in Peking, fühl mich nicht mehr so verloren und versöhne mich am dritten Tag vollends mit China.
Sonntag // 30.05.2010
Ich ernähre mich nach anhaltendem Magenstress eigentlich nur noch von westlichem Trash, die zwei Cheeseburger gegen Mittag sind fast schon gesetzt. So tun es mir mittlerweile auch Niels, Flo und Kris nach, der einzige, der mit den Gewürzen und Geschmacksverstärkern der östlichen Hemisphäre noch klarkommt ist Jakob.
Nach kurzer Nacht (ich schreib bis drei Uhr am Tagebuch) treffen wir uns gegen elf Uhr und fahren per Taxi (unser beliebtestes und billiges Fortbewegungsmittel) zum ältesten Tempel der Stadt. Man muss dazu sagen, dass die Taxifahrer kein einziges Wort englisch sprechen – wie auch sonst sehr viele Chinesen hier – und die Kommunikation über geschriebene Zettel der Rezeptionisten geht, die wir den Fahrern reinreichen...sehr strange. Es ist heiß und trocken und zum ersten Mal kommt die Sonnencreme zum Einsatz. Beim Tempel schauen wir uns ein wenig die wunderbare, bunte, positive buddhistische Kultur an, machen mit Thomas ein paar Fotos und schlagen uns dann durch die Straßen von Shanghai. Gekauft wird nix, aber wir sehen schöne, grüne Parks, riesige Malls und erstmalig fast altbauartig anmutende Wohnhäuser. Alles wirkt sehr westlich. Um drei Uhr geht’s dann auf das EXPO Gelände.
Unvorstellbare Größe und Weite empfängt uns, wir laufen ein ordentliches Stück zur Bühne und finden uns letztendlich auf einem fetten Platz wieder mit einer bombastischen Bühne. Schon beim Soundcheck sind mindestens 300 Menschen da und klatschen nach jedem Song kurz, höflich, wie abgesprochen. Im Anschluss besuchen wir das Hamburg Haus, ein Passiv Bau, in dem es angenehm kühl und trocken ist und wo es neben lauter norddeutschen Tönen noch ordentliches Schwarzbrot gibt, was für ein Segen.
Ab geht’s, gegen 18 Uhr begeben wir uns zurück zur Bühne und spielen nach kurzer Anmoderation unser erstes 30 Minuten Set. Es entsteht ein Augenblick der Verwirrung, da Flo schon auf die Bühne stürmt, während die Moderatorin uns noch ansagt, wir sind lost in translation...doch so geht es wenigstens auch der Gegenseite. Wir machen ordentlich Krach und die Chinesen, die wirklich – außer meinen drei eingeübten Wortfetzen (Hallo, Danke, Wir lieben Euch!) – nichts verstehen, klatschen höflichen und sehr kurzen Beifall. Trotzdem springen sie wild durcheinander und so lasse ich mich schnell dazu hinreißen, mich ein wenig unters Volk zu mischen. Ich laufe beim Singen durch die Reihen und es gibt allerlei Shake-Hands. Fast wie im Musikantenstadl, nur in jung und auf der anderen Seite der Erde – Florian Silbereisen wäre neidisch und die Chinesen auf seine Haare! Das mit dem Nichtverständnis macht aber irgendwie doch nicht so viel aus, so dass wir beim zweiten Set noch mal einen drauflegen und für chinesische Verhältnisse, wie mir im Nachhinein berichtet wird, eine wahre Euphoriewelle auslösen. Dies zeigt sich dann aber doch noch nach der Show, als wir beim Versuch ein paar Autogramme zu schreiben, regelrecht überrannt werden. Das macht uns ein bisschen Angst und der örtlichen Polizei sogar so viel, dass alles sofort abgebrochen wird und der Abend beendet ist. OK, so läuft’s hier also...
Wir springen in die Taxen und fahren in eine spitzenmäßige Bar, in einem Park mitten in der Stadt, Skyscraper im Hintergrund! Drinks rein, gute Nacht!
Montag // 31.05.2010
Schwindel. Unser Weg führt uns als erstes wieder ins Hamburg Haus, wo Ole von Beust gerade eine Pressekonferenz abhält. Im Anschluss gibt’s ein kurzes Treffen, Ole kennt unsere Musik und ist sehr freundlich und gesprächig. Nach ein paar Interviews geht es dann auf die andere Flussseite, wo der größere Teile der EXPO ist und die Menschenmassen erschlagen uns förmlich. Es wird überall gedrängelt, gewuselt und Hektik ist allgegenwärtig. Nix für schwache Nerven. Vor den Pavillons sind stundenlange Schlangen und wir besuchen vorerst nur den Deutschlandpavillon, der wirklich nett ist. Highlight ist eine kleine Show im Inneren mit einem großen LED Ball, der auf Lautstärke mit Farbe und Bewegung reagiert.
Nach gutem Essen in der VIP Lounge geht’s zur Bühne, wo wir einen „kleinen“ Soundcheck vor 500 Leuten machen, dann leg ich mich im Backstage kurz hin und schlafe sofort ein. Als ich aufwache ist es dunkel und bald geht es los mit unserem dritten China Konzert. Durch meinen „direkten Kontakt“ mit dem Publikum gestern ist es wohl zu einer kleinen Irritation bei der Polizei gekommen, so dass mir untersagt wird, die Zuschauer zu „berühren“... Aha. Egal, wir legen erstmal los und ich fordere alle Leute, die im durch die Polizei isolierten Innenraum sitzen auf aufzustehen. Die ca. 15 Polizisten direkt vor der Bühne bedeuten den Leuten daraufhin direkt, sich schleunigst wieder hin zu setzen, da muss ich natürlich gegenhalten. ;-) Letztendlich stehen alle beim dritten Song und die Security Jungs entspannen sich etwas. Wir geben heute natürlich wieder ordentlich Zunder und die Leute verstehen unsere Energie und halten gegen. So wird es ein wirklich tolles Konzert und Textzeilen wie „wir tun alles, was wir lieben und niemand hindert uns daran, bis ihr uns habt sind wir schon lange wieder auf und davon!“ oder „steh auf und kämpf für was du lebst!“ klingen heute fast ein wenig revolutionär. Unter großem Getöse springen ich beim letzten Song „(Scheiß auf) Freunde bleiben“ natürlich doch noch in die Menge und die Security ist nach kurzem Schock dann doch recht gnädig und nett...alles halb so wild, der deutsche Mann will doch nur Hände schütteln.
Gelernt vom gestrigen Tag, gehen wir nicht raus, sondern lassen vorgeschriebene Autogrammkarten verteilen, um die es ein heftiges Gerangel gibt...wir werden als totale Superstars abgefeiert – sehr merkwürdig. So müssen wir mindestens 45 Minuten warten bis wir heimlich durch den Nebenausgang den Backstage verlassen können. Natürlich werden wir trotzdem entdeckt und eingeholt und man verfolgt uns über das ganze Messegelände... Irgendwann drehe ich mich einfach um, gebe allen Verfolgern die Hand und erkläre ihnen, dass es das jetzt war...und es hilft, wir sind frei. Frei um noch kurz den tierischen spanischen Pavillon zu sehen, in dem es in einer höhlenartigen Konstruktion mit 5.1 Surroundsound und Bodenvibration einmal quer durch Spanien geht...von Flamenco über Fußball bis zu wilden Stieren. Ach ja, in die Schweizer Hütte wollten wir eigentlich auch noch schnell durch den Backstageeingang, aber der größte Wichtigtuer der Welt, lässt die doofen Deutschen auflaufen und verwährt den müden Recken den Einlass – Heckenpenner und er hat sicher nicht Ricola erfunden! Danach fallen mir dann aber auch wirklich die Beine ab und das Taxi trägt uns schnell ins Hotel, wo Jakob, Kris und ich uns im Whirlpool treffen. Danach schreibe ich diese Zeilen und entscheide mich gegen den Club, in den Flo mit der Crew zieht. Nacht Freunde. Ach ja, heute ist Horst Köhler zurück getreten, was sich hier natürlich nur langsam verbreitet, jedoch morgen eine kleine Spalte im Shanghai Daily bekommen soll.
Dienstag // 01.06.2010
Off day. Wir schlafen alle bis mittags und begeben uns dann gemächlich zum Fake Market, wo es iPhones in allen Größen und jeglichen Marken-Krempel gibt, teilweise unterirdisch gefälscht. Danach ziehen wir durch die Gassen um den Yu Garden, laufen durch Millionen Menschen und ein krasses Wirrwarr, bis wir irgendwann im Garten sind, der wie eine Oase wirkt. Der Puls fährt runter, wir erholen uns von der hektischen Stadt und merken, auf was für einem Dauerfeuer wir eigentlich die ganze Zeit brennen. Kris, Niels und ich fahren daraufhin direkt ins Hotel und nehmen einen Nachmittagsschlaf, der mir aber leider auch nicht gegen die mittlerweile super starken Magenkrämpfe hilft. Medikamententechnisch bin ich am Ende, Iberogast, Maloxan und der restliche Krempel sind alle leer und haben nichts bewirkt. Nervt!
Trial Antacid, Rennie, ne neue Flasche Iberogast, Okoubaka, Orthomol Immun, Tee, alles rein, plus eine Minestrone und eine Feta Foccachia und es geht minimal bergauf...zumindest soviel, dass es mich mit den Jungs in den 88. Stock des Hyatt in die Cloud Nine Bar zieht, welche einen super Blick über die nächtliche Stadt offenbart.
Mittwoch // 02.06.2010
Schlafen, schlafen, schlafen. Es wird deutlich, wie anstrengend dieser ganze Trip ist. Jeden Tag die pulsierende Stadt, Menschen, Krach, Staub, Hektik und dazwischen noch Konzerte der besonderen Art. Wirklich sehr spannend, aber es geht an die Substanz. Essenstechnisch bin ich jetzt auf Room Service umgestiegen und fahre damit plus wenigen ausgewählten Drugs ganz gut, mein Magen entspannt sich, was vielleicht aber auch am Schlaf liegt.
Zum Frühstück lese ich den Shanghai Daily und wundere mich schon nicht mehr über die absolut konträre Berichterstattung z.B. zum Thema Iran. O-Ton Hier: „Der westliche Druck ist viel zu groß und unberechtigt, man sollte Teheran eine Pause gönnen.“ Aha, klingt natürlich für mein europäisches Gehirn absurd. Es ist halt doch das andere Ende der Welt...der größere Teil der Welt, wir sind die kleinen, wenigen Westler gegen die Milliarden Chinesen... das muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Wieder im Bett schaue ich „Crazy Heart“, einen wahnsinnig emotionalen Film über einen abgehalfterten Country Star in den USA, gespielt vom grandiosen Jeff Bridges, in seiner wohl besten Rolle seit dem „Dude“! Draußen pressen sich die Menschenmassen durch die Straßen von Shanghai...verrückte Welt. Ich muss in den Pool im 21. Stock.
Gegen 15.30 Uhr fahren wir relativ fit und ausgeruht zum Soundcheck in den Mao Club, einem wirklich geilen Rockschuppen, in einem ähnlich netten Künstlerviertel wie dem 798 in Peking. Dort sind wir heute neben zwei weiteren Bands Teil des Reeperbahn Export Festivals, Hamburg in der großen, weiten Welt...
Schnell ist alles abgehakt, Kris und ich setzen uns noch kurz in ein Café und machen dann aber doch allesamt halt im Hotel, wo jeder in einen tiefen Nachmittagsschlaf fällt. Als ich aufwache ist es dunkel und ich fühle mich, als hätte ich 12 Stunden geschlafen. Recht zerknautscht treffen wir uns alle in der Lobby wieder und fahren zurück zum Club. Dort ist zu unserer Überraschung schon vor der Tür gut was los und drinnen ist es knallvoll. Spitzenmäßig, wir schauen uns ein bisschen die sehr gute chinesische Band an, die gerade spielt und legen dann vor chinesisch-deutsch bunt gemischter Hütte los. Es ist im Club unsäglich heiß und der Schweiß läuft uns aus allen Poren. Trotzdem, oder gerade deswegen wird es ein super Konzert mit dreisprachigem Wirrwarr aber dafür mit ordentlicher Energie. Halbtot fallen wir nach der Show ins Backstage trinken Milliarden Liter Wasser und fahren zurück ins Hotel. Unter der Dusche hole ich mir die Lebensgeister zurück und schlafe anschließend selig ein.
Donnerstag // 03.06.2010
Früh raus, per Shuttle zum Transrapid und mit 431 km/h zum Flughafen...obwohl das fast schon wie fliegen ist. Über eine Stunde einchecken, übermüdet, langsam genervt endlich in den Flieger...und da noch mal eine Stunde sitzen und warten, da aufgrund der EXPO ein Flugzeugstau ist. Als unsere Maschine endlich abhebt, sind wir froh, dass es endlich wieder gen Heimat und zurück zur frischen Hamburger Luft geht. Das Abenteuer China werden wir aber unser Leben lang nicht vergessen!
Ach ja, auf dem Rückflug läuft „Valentines Day“, eine ultra Schnulze mit lauter gutaussehenden Amerikanern. Trotzdem holt mich auch dieses emotionale Biest wieder ab wie ein kleines Mädchen. Was ist nur los mit mir...?! Vielleicht komm ich in die Meno-Pause...
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Jannette 01/08/2010
Johannes schreibt alles immer so toll. und sehr lustig. wie ich finde. -> alles halb so wild, der deutsche Mann will doch nur Hände schütteln.
Kat 19/07/2010
für mich als halb-chinesin unglaublich zu erfahren wie es da so läuft.
irgendwann werde ich es auch nochmal live erleben.
aber fürs erste bin ich froh euch hier in bochum erlebt haben zu dürfen und es in recklinghausen nochmal zu tun :D
Louisa. 20/06/2010
Inci 17/06/2010
Oh Gott, Ich möchte nie in China leben, ist ja krass, wies da abgeht mit der Polizei.^^ Also für mich wär das auf jeden Fall überhaupt nichts.
Wie gut, dass ich in Deutschland (Bremen) geboren bin. Danke Mama xD
Naja....
Liebe Grüße aus den Bremer Norden ;-)
Anne 17/06/2010
ich finds auch echt geil zu lesen!
wir wärs mal mit nem Buch! ;) *g*
Würd mich freuen!
Lg wir sehn uns nächste Woche in Würzburg! ;)
Anne
jule 17/06/2010
dss mit dem gesperrten internet und der polizei im publikum ist heftig, aber nicht verwunderlich. umso schöner, dass die leute mitgerockt haben trotz überwachung.
Vivi 17/06/2010
Jenni 16/06/2010
Btw: Man kann im Browser die Schrift größer machen . ..!! ;)
vivi 16/06/2010
Ich komme zu dem entschluss: Ich will nie nach China .. okay wollte ich nie, aber jetzt erst recht.
Was mich interessiert... sehen dort immernoch alle menschen gleich aus?
Ich werde es nie erfahren.
Bis bald, bei einem konzert im guten alten süden deutschlands.
Ciao.
Laura 16/06/2010
Insane Anni :D 16/06/2010
Haha, alsob das irgendwen interessiert. Naja ich schreibs trotzdem.
Ich wär auch gerne in China gewesen.